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20.02.2024
Der Stocksport

Eine Sportart für jung und alt, für Damen und Herren. Gespielt wird im Sommer auf Asphalt- oder seit jüngster Zeit auf Pflastersteinbahnen; im Winter auch auf Natur- oder Kunsteis. Bereits in den 1930er Jahren gab es Deutsche Meisterschaften und einen Vorführwettbewerb bei den Olympischen Spielen 1936 in Garmisch-Partenkirchen auf dem Riessersee. Heute wird der Stocksport nicht nur in Europa, sondern auch in Afrika, Amerika, Asien und Australien betrieben (Internationale Föderation Eisstocksport IFE). Seit 1951 gibt es Europa- und seit 1983 Weltmeisterschaften. In Deutschland finden Wettkämpfe in allen Bundesländern statt. Der (Eis)stock besteht aus Stockkörper, Laufsohle und Stiel. Der komplette Stock hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 4,3 kg. Auf Eis sind die verschiedenen Laufsohlen aus Gummi und auf Asphalt- oder Pflastersteinbahnen aus Kunststoff. Je weicher die Mischung des Materials, desto strenger ist die Laufsohle im Wettkampf. Weitere Details sind vorgegeben, würden aber hier zu weit führen. Das Spielfeld ist 28 m lang und 3 m breit. Auf beiden Enden ist eine Abschussstelle und ein Zielfeld (6 x 3 m). In der Mitte der Zielfelder ist das Daubenkreuz markiert. Die Daube ist ein rundes, bewegliches Ziel aus Gummi mit einem Durchmesser von 12cm, einer Höhe von 4,5cm sowie einer zentrischen Bohrung. Verlässt die Daube das Zielfeld, so wird sie auf das Kreuz zurückgelegt.

Die Wettbewerbe im Stocksport werden als Mannschaftsspiel, als Zieleinzelwettbewerb und als Weitenwettbewerb durchgeführt.
 Beim Mannschaftsspiel versuchen zwei 4er-Mannschaften die Stöcke möglichst nahe an die Daube laufen zu lassen.
 Eine Mannschaft schießt an und dann muss die andere Mannschaft solange nachschießen, bis einer ihrer Stöcke am nächsten zur Daube liegt. Wenn alle Stöcke nach einem Schuss das Zielfeld verlassen, muss die zuletzt schießende Mannschaft nachschießen.
 Bei einem Turnier spielt jede Mannschaft gegen alle anderen.
 Ein Spiel besteht aus sechs Durchgängen (Kehren). Gewinner ist, wer die meisten Stockpunkte erzielt. Der erste Stock, der der Daube am nächsten steht, zählt 1 Punkt, jeder weitere Stock auch 1 Punkt.
 Eine „Kehre“ bringt somit max. 4 Stockpunkte. Für ein gewonnenes Spiel gibt es 2 Punkte, für ein Unentschieden jeweils einen Punkt.

Beim Zieleinzelwettbewerb spielen einzelne Schützen um die höchste Punktzahl. Der Wettbewerb wird in 4 Durchgängen mit unterschiedlichen Aufgaben ausgetragen. Bei den Durchgängen 1 und 3 wird auf 5 Zielringe gespielt, die auf das Eis bzw. den Asphalt aufgezeichnet sind. Im Durchgang 2 müssen „Zielstöcke“ aus markierten Kreisen herausgeschossen werden. Beim Durchgang 4 wird ebenfalls auf Zielstöcke in markierten Kreisen geschossen. Die Aufgabe besteht jedoch darin, dass entweder der Stock des Spielers abgelenkt bzw. der Zielstock getroffen wird und auf den Zielringen zum Stehen kommt. Bei jedem Durchgang  können mit 6 Versuchen maximal 60 Punkte erzielt werden.

Der Weitenwettbewerb ist ebenfalls ein Wettbewerb von Einzelspielern, jedoch geht es hierbei um den weitesten Versuch. In 5 Durchgängen müssen alle Wettkämpfer mit derselben Laufsohle spielen. Die Bahn mit einer Breite von 4 m an der Abschußstelle und bei 300 m einer Breite von 16 m kann unter Beibehaltung dieses Winkels beliebig lang sein. Je nach Beschaffenheit von Laufsohle bzw. Eis können Weiten von über 500 m erzielt werden. Der derzeitige Weltrekord liegt seit 1989 bei ca. 566 m. Gemessen wird die Weite von der Abschußstelle bis zu der vorderen Stockbegrenzung des zum Stillstand gekommenen Stockes. Verläßt der Stock die Bahn, so wird die Weite an der Stelle gemessen, an der er die Begrenzungslinie überschritten hat. Der Weitenwettbewerb ist ein Athletensport.

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